Unkategorisiert

U.S. Arbeitsrecht für ausländische Unternehmen

U.S. Employment

Mit einem BIP von 20 Billionen Dollar (ca. 17 Billionen Euro) und einer Bevölkerung von 325 Millionen Menschen sind die Vereinigten Staaten der größte Konsumentenmarkt der Welt. Die Ausgaben der Haushalte sind die höchsten der Welt und machen mehr als ein Viertel des globalen privaten Konsums aus. Darüber hinaus bieten Freihandelsabkommen mit 20 Ländern einen verbesserten Zugang zu Hunderten von Millionen weiterer Konsumenten. Kurz gesagt, die USA sind mit Abstand eines der besten Länder der Welt, um Geschäfte zu machen.

Zugleich sind die Vereinigten Staaten ein komplexer und stark regulierter Arbeitsmarkt. Obwohl das US-Arbeitsrecht im Vergleich mit europäischen Rechtssystemen wenig protektionistisch scheint und in der Regel keine Arbeitsverträge unterschrieben werden, sondern vielmehr das Prinzip des „at-will“ Arbeitsverhältnisses vorherrscht, sind umfangreiche Regulierungen auf Bundes- und Staatenebene zu beachten. So lautet die Grundregel, dass ein Beschäftigungsverhältnis, wenn nicht ein Arbeitsvertrag oder Letter of Intent unterschrieben wurde, „at will“ zustande kommt und dass jede Seite das Arbeitsverhältnis jederzeit aus jedwedem Grund beenden kann, sofern dies nicht gegen das lokale, staatliche oder Bundesrecht verstößt. Gleichzeitig verwaltet und vollstreckt das US-Arbeitsministerium (Department of Labor, „DOL“) mehr als 175 arbeitsrechtliche Bundesgesetze in Bereichen wie Recruiting, Beschäftigung, „background checks“, Vergütung, Sozialleistungen, Verhalten am Arbeitsplatz und Kündigung. Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten unterliegen zudem einer Reihe von lokalen Gesetzen der einzelnen Staaten, die für Arbeitnehmer oft günstiger sind als Bundesgesetze.

Des Weiteren sind lokale Mitarbeiter mittlerweile viel besser mit ihren Rechten vertraut als früher (Danke, Google!) und in vielen Fällen eher bereit, für diese Rechte einzutreten. Zusätzlich ist zu beachten, dass Mitarbeiter in den USA tendenziell prozessfreudiger sind als ihre Kollegen in den meisten anderen Ländern, und Gerichte (und insbesondere Jurys) in den Vereinigten Staaten dafür bekannt sind, dass sie Angestellten Schadenersatz zusprechen, der weit über dem liegt, was in anderen Rechtsystemen üblich ist.

Unternehmen, die sich in den USA niederlassen wollen, müssen vor diesem Hintergrund die arbeitsrechtlichen Gesetze und Vorschriften auf Bundes-, Staaten- und lokaler Ebene immer vor Augen haben. Für einen Überblick über arbeitsrechtliche Aspekte bei der Niederlassung ausländischer Unternehmen in den USA und insbesondere Besonderheiten des Einstellungsprozesses, Anforderungen an das Personalmanagement, Vorschriften zur Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz, Regelung von Urlaub, typische Zusatzleistungen für Arbeitnehmer, Sicherheit am Arbeitsplatz, Gewerkschaften, Wettbewerbsverbote, Fragen zur Kündigung lesen Sie bitte unseren ausführlicheren Beitrag auf der Webseite unseres Netzwerkes CBBL-Lawyers.

Unternehmen, welche sich in den USA niederlassen und lokale Arbeitnehmer einstellen wollen, empfehlen wir eine gründliche Vorbereitung, damit Führungskräfte, Manager und Vorgesetzte mit den arbeitsrechtlichen Gesetzen gut vertraut sind sowie entsprechend darin geschult sind, wie die Einhaltung der Vorschriften gewährleistet werden kann. Natürlich empfehlen wir stets, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die Einhaltung der spezifischen Gesetze auf Bundes-, Staaten- und lokaler Ebene zu gewährleisten, die für Ihr Unternehmen relevant sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.